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Vespaclub Regensburg – Beim „Anrollern“ Fahrzeuge gesegnet

Barbing. Über 40 auf Hochglanz polierte Vespa-Roller des Vespaclub Regensburg blitzten beim „Anrollern“ am Kirchplatz in Barbing. Barbings Pfarrer Stefan Wissel segnete die Fahrzeuge. Der Vespaclub Regensburg freute sich trotz der etwas zapfigen Temperaturen, im unteren einstelligen Bereich, über die große Teilnehmerzahl.

Lang genug hat es gedauert und endlich können sie wieder knattern. Nach einer langen, vespalosen Winterpause schwangen sich Mitglieder des Vespaclubs Regensburg anlässlich des traditionellen „Anrollerns“ am vergangenen Sonntag auf ihre Vespas um die Saison zu eröffnen. Zum guten Brauch gehört es inzwischen auch, bei einer kurzen Wortandacht die Roller segnen zu lassen. Mehr als 40 Gleichgesinnte waren gekommen, um in die Vespasaison zu starten.

Bei strahlend blauem Himmel, wenn auch bei zapfigen Temperaturen im unteren einstelligen Bereich, trafen die Vespas aller Baujahre und ihre Fahrerinnen und Fahrer am Treffpunkt ein. Bereits viertel vor 12 Uhr tuckerten die „Vespiti“  im Konvoi von der Tankstelle in Barbing zum Kirchplatz Barbing. Hier segnete Barbings Pfarrer Stefan die Fahrzeuge und ihrer Fahrerinnen und Fahrer und wünschte allzeit gute und unfallfreie Fahrt mit Gottes Segen. Vorstandschaft und Tourenwart Joachim Meister, der in Barbing kein Unbekannter ist, freuten sich über die stattliche Anzahl von Mitgliedern die gekommen waren.

Nach einem Gruppenfoto mit dem Geistlichen, dem man herzlich Vergelt’s Gott sagte. Unüberhörbar und geruchsintensiv war dann auch der Start der Vespas am Kirchplatz. Mit dem Kickstarter wurden die Motoren in Bewegung gesetzt während bläulicher Rauch des Gemisches in der Luft lag und sie in angemessenem Tempo davon tuckerten in Richtung Regensburg. Über die Dörfer ging es im Konvoi zur Heitzerstraße in Regensburg zum Fest der Brauerei Bischofshof. Hier nutzten die Vespitis die Gelegenheit zum Fachsimpeln, aber auch um die Schmuckstücke zu bewundern, denn einige hatten die Winterpause beim Tüfteln und Reparieren verbracht.

Die Vespa ist ein Kultobjekt auf zwei Rädern und ein Lebensgefühl. Eine Vespa verdient den Namen nur dann, wenn sie zweitaktend, handgeschaltet und luftgekühlt ist. Das ist auch das Credo des Vespaclub Regensburg und seinen mehr als 100 Mitgliedern. Diese haben sich seit 1990 dem Vespakult verschrieben. Kaum einer, der nur ein Exemplar dieses Exportschlagers aus Italien sein Eigen nennt. Das knatternde Gefährt strahlt nach wie vor ein nahezu unerreichtes Flair aus und gelangte sogar bis nach Hollywood. ©Christine Kroschinski