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Motorradgottesdienst in Illkofen

Illkofen. Beim ersten Motorradgottesdienst am Palmsonttag in der Pfarrkirche Illkofen war das Wetter auf der Seite der Biker, wenngleich sich die Temperaturen nur im unteren einstelligen Bereich bewegten. Pfarrer Stefan Wissel der den Gottesdienst am Palmsonntag zelebrierte, segnete dabei nicht nur Palmbuschen, sondern auch orangene Bänder, die sich die Motorradfahrer an ihre Maschinen banden und am Ende segnete er auch die Maschinen und die Menschen selbst.

Für viele Motorradfahrer gehört der Gottesdienst zum Saisonauftakt dazu: Sie bitten um Gottes Segen und denken auch an verunglückte Kameraden. Es herrschte schon eine ganz besondere Atmosphäre im Kirchenraum. Vor dem Altar waren die Helme der gekommenen Fahrerinnen und Fahrer aufgereiht worden. Religionspädagoge Tobias Henrich, der derzeit an seiner Doktorarbeit schreibt und in der Pfarrei der Großgemeinde mitarbeitet, las zur Einstimmung, wie wichtig es sei auch das Leben zu spüren, statt nur zu arbeiten. Motorradfahren sei ein Freiheitsgefühl ohne Hintergedanken.

Anschließend segnete Pfarrer Stefan Wissel die Palmzweige sowie die orangenen Bänder der Motorradfahrer, als Zeichen dass man nicht alleine unterwegs sei. Das Freiheits- und Gemeinschaftsgefühl der Biker stellte Pfarrer Stefan Wissel dann auch in seiner Predigt heraus. Biker grüßen sich unterwegs und halten sofort an wenn ein Biker am Straßenrand steht und Hilfe benötigt. Eine eingeschworene Gemeinschaft ohne sich dabei immer persönlich zu kennen. Doch um auf der Straße auch die Freiheit genießen zu können, gehöre auch eine große Portion Konzentration dazu, hob der Geistliche hervor. Nach dem feierlichen Gottesdienst segnete Pfarrer Stefan Wissel die schweren Maschinen vor dem Illkofener Gotteshaus und die Motorradfahrerinnen und –fahrer.