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Gottesdienst mit Tiersegnung - Petrusfeuer mit königlichem Besuch – Höllisches Spektakel fiel leider ins Wasser

Barbing. Anlässlich des zweiten Petrusfeuer in Barbing startete man das Fest mit einem Open-Air-Gottesdienst mit Tiersegnung. Anschließend gab es Pauluswürste und ein Jacobusbier und ein besonderes Glanzlicht verlieh dem Fest auch Bierprinzessin Veronika. Wettertechnisch fiel am späten Abend der Auftritt der „Regentaler Bergdeifl’n“ sprichwörtlich ins Wasser.

Wenn gleich das Hochfest der Apostel Petrus und Paulus auch erst auf den 29. Juni fällt, so behielt man dennoch den Namen des zweiten Petrusfeuers bei, das man einen Tag nach dem Sommeranfang entzündete und zu dem die Katholische Landjugendbewegung (KLJB) Unterheising Sarching eingeladen hatte. Ehe jedoch das Freudenfeuer am Donaudamm in Barbing entzündet wurde, lud Pfarrer Stefan Wissel zum feierlichen Open-Air-Gottesdienst mit Haustiersegnung ein, die der Musikverein Barbing unter Leitung von Florian Hirschberger musikalisch umrahmte. Schon dieser war hervorragend besucht und auch zahlreiche Hunde waren von ihren Frauchen und Herrchen und mitgebracht worden. Die Fellnasen waren ausnahmslos brav und bellten nicht ein einziges Mal, nicht einmal als der Geistliche mit dem Weihwasser durch die Reihen ging.

Dass so viele gekommen waren, hierzu tat auch das Wetter sein Übriges, denn zu Beginn strahlte die Sonne vom Himmel. Die Organisatoren um Vorstand Philipp Seitz waren begeistert über den Zustrom der Gäste. Selbst aus Neutraubling, Friesheim, Sarching und Eltheim waren Gäste gekommen, die sich das angekündigte Fest nicht entgehen lassen wollten. Unweit des dritten Barbinger Fußballplatzes bot die KLJB mit den Pauluswürsteln ein besonderes kulinarisches Schmankerl an. Die leckeren und feurigen Würste mit einem pikanten Geschmack von Chili, kreiert von der Friesheimer Metzgerei Reichl, wurden in Brezenstangerl  ala Hot-Dogs kredenzt. Doch ehe es zu den kulinarischen Schmankerl ging, hatte KLJB-Vorstand Philipp Seitz die Freude ein Bierfass anzuzapfen.

Neben dem Weltenburger Hellen der Brauerei Bischofshof gab es zudem das helle „Jacobus Schankbier“, einem sehr süffigen und sommerlichem Bier. Zusammen mit Oberpfälzer Bierprinzessin Veronika I., die zudem auch noch im Gemeindebereich Barbing, genauer in Friesheim zuhause ist und nicht zuletzt mit Pfarrer Stefan Wissel, dem Biersommelier sowie Bürgermeister Hans Thiel wurde auf das herrliche Petrusfeuer und das Fest angestoßen.  Der „königliche“ Besuch kam schon einmal sehr gut an. Die Gäste nahmen gerne die Gelegenheit wahr, auch mit Bierprinzessin Veronika ein Schwätzchen zu halten. Viele hielt auch der Anblick des Petrusfeuers gefangen, das vor Entzündung von Pfarrer Wissel gesegnet wurde.

Gegen 21 Uhr zog sich jedoch die Wolkendecke „verdächtig“ zu und noch bevor es wirklich „höllisch“ werden konnte. Noch klappte der Einzug der „Regentaler Bergdeifln“, die mit großem Getöse daherkamen. Zottelige Gesellen mit furchterregenden Mäulern und Hörnern oder auch buckelige Hexen. Der Auftritt, untermalt mit Musik von Rammstein, war eine perfekte Inszenierung. Doch plötzlich riss die Wolkendecke und es schüttete wie aus Eimern und der Auftritt fiel zum Bedauern der zahlreichen Gäste sprichwörtlich ins Wasser. Die Gäste, wie auch die „Regentaler Bergdeifln“ versuchten sich ins Trockene zu flüchten oder brachen gleich nach Hause auf. In „Nullkomma nix“ hatte sich der Festplatz geleert.

Vorstand Philipp Seitz zeigte sich am Ende trotz des Wolkenbruchs zufrieden, dass das Petrusfeuer auch in diesem Jahr so gut angekommen war. Großen Dank zollte er am Ende  auch Pfarrer Stefan Wissel sowie den Mitgliedern der KLJB, die am Grill, beim Ausschank oder auch im Hintergrund alle Hände voll zu tun hatten. Ein herzliches „Vergelt’s Gott“ gab es für die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Barbing, die in schon bewährter Art und Weise für die Absicherung des Feuers übernahm. ©Christine Kroschinski