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„Seid Zeugen des Glaubens“ – Bischof aus Nordostindien zu Besuch in der Pfarrei Illkofen

Illkofen. Anlässlich des Monats der Weltmission kam am Abend des 10.10. Bischof Lumen Monteiro von Agartala, in Nordostindien nach Illkofen und feierte in der Pfarrkirche St. Martin mit den Gläubigen und in Konzelebranz mit Pfarrer Stefan Wissel die Eucharistie.  „Wir können alle Missionare sein. Wir vermitteln Werte, wir bringen  Bildung. Wir müssen Frieden, Geschwisterlichkeit, Vergebung und Respekt für andere durch unser eigenes Verhalten lehren“, so der Indische Geistliche, der seit der Errichtung der Diözese Agartala im Jahr 1996 dort als Bischof viel Gutes geleistet hat.

Die Pfarreiengemeinschaft Barbing, Sarching, Illkofen durfte am Donnerstag in einem Abendgottesdienst Bischof Lumen Monteiro von Agartala, in Nordostindien begrüßen. Er fährt anlässlich des Weltmissionssonntages im Oktober durch die Diözese Regensburg und gibt Zeugnis seines Glaubens und gibt anschauliche und bewegende Einblicke in die wichtige Arbeit von Missio, auch in seinem Heimatland Indien. In seinem Bistum leben unter knapp vier Millionen Einwohnern nur 47.000 Katholiken, die meist als „Tribals“ der untersten gesellschaftlichen Schicht angehören. Mit seinem Amtsantritt im Bistum im Jahr 1996 hat Bischof Lumen Monteiro mit „Just Agartala“ eine soziale Anlaufstelle für vielfältige Probleme der Menschen am Rand der Gesellschaft eingerichtet. Es geht um Frauenförderung, Jugendarbeit, Unterstützung Behinderter und in dem von gewaltsamen Konflikten gebeutelten Gebiet vor allem auch um Friedensförderung und Versöhnungsarbeit. Auch diese Hilfe ist gerade in der Minderheitensituation der Katholiken in der Bevölkerung für Bischof Lumen Monteiro ein wichtiger Aspekt von Mission: „Unser Verständnis ist, das Evangelium und die christlichen Werte in die nichtchristlichen Gebiete zu bringen in denen wir arbeiten“.

In ganz Indien ist der Anteil an katholischer Bevölkerung unter zwei Prozent. In der Diözese Agartala habe sich seit seinem Amtsantritt die Zahl von 11.000 Katholiken auf 47.000 Katholiken erhöht. „Es gibt viele Herausforderungen in unserer Welt, wir bekommen aber Gottes Geist als Hilfe und Stärkung. Gott sendet uns hinaus Zeugen seiner Liebe zu sein“. Mit diesen Worten ermunterte Bischof Lumen Monteiro zum aktiven Eintreten für Schwächere und Ärmere in der Welt, für die Stärkung der Laien und für ein glaubwürdiges Vorbild. „Wir alle können und müssen Licht in die Welt tragen“, so der Geistliche, der betonte, dass die Missio-Aktion helfe, Projekte zu fördern und so soziale Verantwortung zu übernehmen. Durch den Besuch von Bischof Lumen Monteiro wurde auch die Verbindung der Weltkirche deutlich. „ Wir gehören alle zusammen“, hob er in seiner Predigt hervor. Den ein oder anderen Kirchenbesucher hat der Bischof bestimmt nachdenklich zurück gelassen als er meinte: „Sie haben hier eine wunderschöne große Kirche und wenig Menschen die im Gottesdienst sind, wir haben keine so großen und viele Kirchen aber viele Menschen die zum Gottesdienst kommen!“