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17. Oktober 2026
Klangschönheit zwischen Trost und Vergänglichkeit: Begeisterndes Chorkonzert in der Pfarrkirche Barbing

Barbing. Es war ein Abend, der noch lange im Gedächtnis bleiben wird. In der gut besuchten Pfarrkirche Barbing widmete sich das Ljusets Ensembles unter der Leitung von Benedikt Högl  am 17.10. dem zutiefst menschlichen Thema der Endlichkeit.

Nach einer Begrüßung durch Pfarrer Henrik Preuß präsentierten die Musiker ihr anspruchsvolles A-cappella-Konzert, das die Vergänglichkeit des Lebens in all ihren Facetten beleuchtete, von gläubiger Zuversicht bis hin zu weltlichem Abschiedsschmerz. Das Ergebnis war ein hochemotionales Konzerterlebnis, das die Besucher spürbar ergriff. Das Konzert spannte einen weiten, meisterlich geführten Bogen durch das späte 19. Jahrhundert. Es konfrontierte strenge, alte liturgische Formen mit der emotionalen Aufruhr neuer harmonischer Wege. Den Rahmen des Abends bildete eine Messe von Josef Gabriel Rheinberger, die durch ihre klare Struktur und eine feierliche Stimmung überzeugte. Einen weltlichen Gegenpol dazu bildeten die Lieder von Hans Koessler. Obwohl der Komponist aus der Oberpfalz stammt, ist er in seiner Heimat fast unbekannt, ganz im Gegensatz zu Budapest, wo er berühmte Musiker unterrichtete.

Das Ensemble brachte seine gefühlvollen Melodien über Liebe und Abschied berührend in den Kirchenraum. Ebenfalls aus der Oberpfalz stammte Max Reger. Seine geistlichen Gesänge forderten den Chor mit überraschenden Harmonien heraus, die eine tiefe, fast andächtige Stimmung in der Kirche erzeugten. Zu den Höhepunkten gehörte auch ein Werk von Felix Mendelssohn Bartholdy, das die Hoffnung auf einen friedlichen Abschied am Ende des Lebens musikalisch spürbar machte. Den feierlichen Abschluss bildete Rheinbergers bekanntes Abendlied mit der Zeile Bleib bei uns, denn es will Abend werden. Die Stimmen begannen ganz leise und steigerten sich langsam zu einem kraftvollen, raumfüllenden Klang.

Nach dem letzten Ton blieb es in der Kirche zunächst ganz still, bevor das Publikum das Ensemble mit langem Applaus belohnte. Die Besucher zeigten sich nach diesem außergewöhnlichen Konzertabend tief bewegt und darf man durchaus als eindrucksvollen Beweis werten, wie lebendig, tröstlich und berührend die Musik das Thema der Endlichkeit greifbar machen kann. ©Christine Kroschinski

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