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11. Juni 2026
Warum loslassen so schwer ist – Vortrag begeisterte Barbings Senioren

Barbing. (ck) Das Thema „Warum loslassen schwerfällt – Angst vor Veränderung - Mut zu Veränderung“ wurde im Rahmen eines Vortrags mit Dr. Waltraud Lorenz aus Neutraubling unter verschiedenen Aspekten beleuchtet. Seniorenbeauftragte Elisabeth Regensburger dankte im Namen der Pfarrei und Senioren für den interessanten Vortrag.

Am 11.6. hieß man nach dem Seniorengottesdienst im Pfarrsaal Dr. Waltraud Lorenz willkommen. Nachdem alle 34 Anwesenden mit Kaffee und Kuchen versorgt waren, referierte Dr. Waltraud Lorenz, die viele Jahre Psychologie und Pädagogik an der Caritas Fachakademie für Sozialpädagogik in Regensburg lehrte, zum Thema „Warum Loslassen so schwer fällt – Angst vor Veränderung - Mut zur Veränderung“. Teilweise hätte man eine Nadel fallen hören, so konzentriert lauschte man der Referentin, die eingangs erläuterte, dass es ein urmenschliches Bedürfnis sei an Personen oder Dingen festzuhalten. Loslassen falle schon deshalb schwer, weil das Gehirn auf Sicherheit und Kontrolle programmiert sei. Gerade die ältere Generation habe als Teenager oder junger Erwachsener in den 60er Jahren noch gelernt, dass die Nachkriegsjahre überwunden und das Wirtschaftswunder Wohlstand brachten, Gebrauchsgüter langlebig und reparaturfähig waren und auch einige Besitztümer als Statussymbol galten.

Die Referentin erläuterte ferner, dass Gewohnheiten entlasten und Sicherheit geben. „Wir müssen nicht ständig neu entscheiden“, so der Grund, wohingegen Krisen bewegen. Psychologisch gesehen würden Krisen den Mensch akut unter Stress setzen, dass man das Gefühl habe, die Kontrolle über die Innere und äußere Situation verloren zu haben. Egal ob bei Krisen in der Partnerschaft, Beruf oder Erziehung, man möchte sich nicht gerne mit sich selbst beschäftigen. „Wenn nichts passiert, passiert auch etwas“, erläuterte sie und konstatierte, selbst man bewusst nichts tut, verändern sich die Dinge um einen, ob nun durch äußere Einflüsse, Zeitablauf oder natürlichen Verschleiß. Die Frage dahinter sei,  ob man diese Veränderung passiv geschehen lasse oder sie aktiv selbst gestalte. Das könne der erste Weg zur Veränderung sein und das Loslassen auch als Wachstumsmöglichkeit und Neuanfang zu begreifen.

Verständlich erklärte die Referentin tiefenpsychologische Zusammenhänge und gab Tipps, wie Veränderungen gelingen können. Inneres und Äußeres Aufräumen schaffe Platz für neue Ideen und Klarheit, appellierte sie. Am Ende gab es für Dr. Waltraud Lorzen viel Applaus. Bilder Monika Gehringer/Bericht C. Kroschinski