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27. September 2026
Ein Tausendsassa geht: Tränen, Emotionen und tiefe Dankbarkeit für Pfarrer Stefan Wissel

Barbing/Sarching/Illkofen. Es war ein Abschied voller Wehmut, aber noch viel mehr geprägt von unendlicher Dankbarkeit, Herzlichkeit und tiefem Respekt. Nach neun bewegten Jahren verlässt Pfarrer Stefan Wissel die Pfarreiengemeinschaft Barbing-Sarching-Illkofen. Ab dem 1. Oktober warten neue Aufgaben in der Pfarreiengemeinschaft Bernhardswald/Wenzenbach auf den beliebten Geistlichen.

Am Samstag, 26.9. und Sonntag, 27.9. nutzten Hunderte Gläubige vor und nach den feierlichen Gottesdiensten in Barbing, Sarching und Illkofen die Gelegenheit bei den Stehempfängen, sich persönlich von „ihrem“ Pfarrer zu verabschieden, der in den vergangenen Jahren so vieles bewegt und die Herzen der Menschen im Sturm erobert hat. In den Abschiedsworten der Kirchenverwaltungen und Pfarrgemeinderäte wurde eines überdeutlich: Stefan Wissel war kein gewöhnlicher Pfarrer. „Dieser Pfarrer war anders“, hieß es in den teils sogar in Reimform vorgetragenen Laudationen. Wissel sprühte stets vor Begeisterung, Energie und Tatendrang. Er pflegte Traditionen und gab der Gemeinschaft Stabilität, scheute sich aber gleichzeitig nie, selbst mit anzupacken, er war sich schlicht für nichts zu schade.

Unvergessen werden seine unkonventionellen Ideen bleiben. Unter seiner Regie feierte die Gemeinde Hof-, Wirtshaus- und sogar Hardrockgottesdienste. Zu Halloween verwandelte er den Pfarrsaal gemeinsam mit den Ministranten in ein Gruselkabinett, und bei kulinarischen Verkostungen entführte er seine Schäfchen mit viel Fachwissen in die Welt von Bier, Wein, Rum, Schokolade und Likör und Lyrik. Sogar als Heiratsvermittler engagierte er sich, getreu seinem Motto: Niemand soll allein sein. Doch Pfarrer Wissel war nicht nur ein mitreißender Entertainer sondern auch Organisator wunderschöner Ausflüge und Wanderungen. Als tiefgläubiger Seelsorger begleitete er aufopferungsvoll die Kranken, Alten und Sterbenden der Pfarreiengemeinschaft und spendete den Angehörigen in den schwersten Stunden Trost. Auch Pfarrreferent Sebastian Schmola und Pfarrvikar Reginald Uzoho brachten ihre große Anerkennung zum Ausdruck und betonten, dass aus dem Kollegen Wissel ein echter Freund und vor allem Vorbild geworden sei.

Auch Pfarrhaushälterin Gaby Ludwig, die gute Seele im Hintergrund, wurde in Barbing mit herzlichen Dankesworten und einem Geschenk bedacht. Die Dankesworte wurden von den Vertretern der Pfarreien mit spürbarer Rührung und aus voller Überzeugung überbracht. In Barbing sprachen Karl-Heinz Haslbeck (Kirchenverwaltung) und Stefanie Schnurrer (Pfarrgemeinderat). In Illkofen dankten Georg Kollmannsberger und Brigitte Berger, während in Sarching Christian Ulrich und Susanne Appl das Wort ergriffen. Die Gläubigen ließen ihren „Tausendsassa“ natürlich nicht mit leeren Händen gehen. Barbing überreichte ein persönliches Erinnerungsalbum sowie einen Gutschein. In Illkofen freute sich der Geistliche über eine beeindruckende Lichtinstallation und eine Flut von Dankeskarten. Sarching schenkte einen Apfelbaum, einen Tankgutschein und einen Gutschein für den Landgasthof Geser, schließlich, so scherzte man, liegt Sarching ja „glei um’s Eck“ von Wissels neuer Wirkungsstätte in Bernhardswald.

Musikalisch wurde der Abschied zu einem echten Fest für die Ohren. Vor der Kirche in Barbing spielte der Musikverein Barbing auf, während die Gottesdienste vom Frauenchor „Happy Voices“, den Kirchenchören aus Barbing und Sarching sowie dem Familienchor in Illkofen stimmgewaltig umrahmt wurden. Einen besonders emotionalen Höhepunkt setzten die Ministranten aller drei Pfarreien: Sie verabschiedeten ihren Pfarrer mit Geschenken und eigens gedrehten, ganz besonderen Abschiedsvideos. Aber auch dem Geistlichen war es außerordentlich wichtig, sich bei allen helfenden Händen und Ehrenamtlichen Danke zu sagen.

Als Pfarrer Stefan Wissel schließlich die jeweiligen Kirchen verließ, standen „seine“ Minis Spalier und entließen ihn mit einem lachenden und einem weinenden Auge, aber vor allem mit Gottes Segen in sein neues Abenteuer. „Dieser Pfarrer ist anders, aber für uns  war er genau richtig und der Beste!“ Mit diesem Satz sprach die Pfarreiengemeinschaft das aus, was an diesem Wochenende alle fühlten. ©Christine Kroschinski

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