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19. Mai 2022
Wenn Mutter Natur ihr Bestes gibt - Kindergarten St. Martin zu Besuch bei Imker Karl Kellnhauser

Barbing. Um das Leben der heimischen Honigbienen näher kennenzulernen und zu erfahren wie der Honig entsteht, besuchten die Kinder und Erzieherinnen des Katholischen Kindergartens St. Martin aus Barbing dieser Tage Imker  Karl Kellnhauser und gingen auf große Entdeckungstour und das sozusagen im Nachbarshaus.

Bienen sind von großer Bedeutung, sie erzeugen nicht nur köstlichen Honig, sondern sie haben auch für das Ökosystem eine unentbehrliche Aufgabe. Bei der Nahrungsaufnahme von Nektar und Pollen tragen sie Pollen von Blüte zu Blüte und sorgen für die Fortpflanzung zahlreicher Blüten- und Nutzpflanzen. „Die fleißigen Bienen bestäuben die Blüten, damit sich daraus Früchte entwickeln können. Der Lohn dieser mühevollen Arbeit ist der Nektar, den die Bienen direkt in den Bienenstock bringen“, erklärt Imker Karl Kellnhauser den drei Kindergartengruppen, die nacheinander dem Imker und seiner Gattin Eleonore einen Besuch abstatteten.

Weit gehen musste der Nachwuchs der Großgemeinde dafür nicht, quasi nur in Nachbars Garten. Ganz kindgerecht erklärte der erfahrene Imker, der seit Jahrzehnten dieses Hobby betreibt, viel Wissenswertes über die heimischen Honigbienen. Kellnhauser zeigte seinen jungen und wissbegierigen Besuchern seine äußerst friedlichen Bienenvölker, die jeweils in einem sogenannten Bienenstock wohnen, der aufgebaut ist, wie ein kleines Wohnhaus mit verschiedenen Bereichen, mit Einflugschneise, Brutkasten und Honigraum. In jedem Bienenvolk gibt es weibliche und männliche Bienen und eine Königin. Die Königin, die etwas größer ist als die Arbeiterbienen, ist mit einem Punkt markiert und auf ihrer Entdeckungstour konnten die Kinder die Königin sofort erkennen. Dabei erfuhren die Kinder auch, dass die „Bienenmänner“ Drohnen heißen. Die Drohnen können nicht stechen und diese durften sogar gestreichelt werden. Ganz vorsichtig natürlich.

Die fleißigen Arbeiterbienen sammeln den süßen Blütennektar und bringen ihn zum Bienenstock. Die Stockbienen lagern die süße Masse in offenen Waben, die später von den Arbeiterbienen mit Wachs, das sie im Körper produzieren, verschlossen werden. Der Imker entnimmt dem Bienenstock die Rahmen mit den honiggefüllten Waben. Die Wachsschicht, mit der die Waben verschlossen sind, muss zuvor entfernt werden, damit der Honig in der Honigschleuder herausgeschleudert werden kann. Da der Honig eigentlich als Futter für die Bienen dient, werden diese mit einem Bienenfuttersirup „gefüttert“.

Der erfahrene Imker Karl Kellnhauser zeigte dem Nachwuchs natürlich auch das notwendige Imkerwerkzeug wie Schutzkleidung, Smoker, Bienenbesen und natürlich die Honigschleuder. Die Kinder und selbst die Erzieherinnen staunten bei den interessanten Erklärungen nicht schlecht. Hier gibt die Natur wahrlich ihr Bestes und das durften die Kinder am Ende bei leckeren Honigsemmeln auch noch genießen. Das Kita-Team um Christina Dommer dankte Karl und Eleonore Kellnhauser für den mehr als interessanten und beeindruckenden Tag. Bilder Elli Ernst/Bericht C. Kroschinski

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