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21. Juli 2026
Ein Zeichen des Glaubens und der Tradition: Restauriertes „Huber-Kreuz“ in Friesheim neu eingesegnet

Friesheim. Nach einer umfassenden und handwerklich aufwendigen Restaurierung strahlt das historische Wegkreuz in der Friesheimer Flur wieder in neuem Glanz. Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie am 21.7. wurde das christliche Kleindenkmal von Pfarrer Stefan Wissel neu eingesegnet.

Viele Pfarreiangehörige der Pfarrei Illkofen sowie 3. Bürgermeisterin Tanja Fleischmann ließen es sich nicht nehmen, diesem besonderen Moment beizuwohnen. Das historische Flurdenkmal, das in der schweren Zeit kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, wohl in den Jahren 1945/1945 aufgestellt und vermutlich aus Dankbarkeit für die glückliche Heimkehr von Johann Huber gestiftet wurde. Ihn setzten die amerikanischen Besatzer 1945 als Friesheimer Bürgermeister ein. Deshalb ist das Wegkreuz in der Großgemeinde Barbing, aber vor allem in der Pfarrei Illkofen bekannt als „Huber-Kreuz“.

Es steht in der Friesheimer Flur, wenn man den Langweg in südlicher Richtung befährt, an der Kreuzung zweier Feldwege und wird von zwei großen Lindenbäumen eingerahmt. Auf einer Tafel unter den Füßen des Gekreuzigten steht „Halt still für ein kurzes Gebet“. Das Huber-Kreuz war früher auch die zweite Station bei der Friesheimer Flurprozession und wurde zuletzt im Jahr 2002 restauriert. Seit jeher ist das kleine Einod auch ein Ort der Ruhe schenkt und man gerne für ein kurzes Gebet inne hält.

Aber über die Jahre hat das große Holzkreuz mit dem Christuskorpus durch Witterungseinflüsse große Schäden davongetragen. Dank der Initiative von Gertraud und Vinzenz Dafner sowie Renate und Xaver Girschick aus Friesheim und nicht zuletzt der finanziellen Unterstützung der Gemeinde Barbing mit Bürgermeister Dominik Schindlbeck an der Spitze, konnte das Wegkreuz vor dem weiteren Verfall gerettet werden. In wochenlanger Detailarbeit reinigte Max Freundorfer, Schreinermeister mit Firmensitz im Gewerbegebiet Sarchinger Feld, das Holz, entfernte mehrere Schichten Lack auf dem Korpus und erneuerte das Kreuz und versiegelte am Ende alles mit Wachs.

Derweilen entfernten Vinzenz Dafner und Xaver Girschick die alte Ruhebank und ersetzten diese mit einer neuen, die die beiden selbst schreinerten. Pfarrer Stefan Wissel betonte in seiner Ansprache, dass Wegkreuze weit mehr als bloße Zeugen der Vergangenheit seien: „Sie sind Orte des Innehaltens in einer oft zu schnellen Zeit, Symbole des Dankes aber auch des Schutzes und sichtbare Zeichen unseres gelebten Glaubens am Wegesrand.“

Im Rahmen der feierlichen Andacht, zu der sich eine stattliche Anzahl an Besuchern und Besucherinnen, des Pfarrgemeinderates mit Brigitte Berger, Christl Beck und Silvia Rödig sowie auch 3. Bürgermeisterin Tanja Fleischmann einfand, betete und sang man gemeinsam, ehe die feierliche Segnungszeremonie durch Pfarrer Stefan Wissel folgte.

Im Anschluss an den offiziellen Teil ging es zu einem kleinen gemütlichen Beisammensein in den Garten des Hauses der Vereine, bei dem die Anwesenden die Gelegenheit nutzten, um der Geschichte des Kreuzes zu gedenken und den erfolgreichen Abschluss des Restaurierungsprojekts zu feiern, aber auch inmitten der Woche gemütlich beieinander zu sitzen. ©Christine Kroschinski

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