

Barbing. Das Weihwasser spielt im Christentum eine große Rolle. In jeder Kirche gibt es Weihwasserbecken, um sich mit dem geweihten Wasser zu bekreuzigen. Seit Corona bleiben die Becken leer. Doch dank einer innovativen Idee gibt es nun in Barbing einen Weihwasserspender mit integriertem Opferstock. Pfarrer Stefan Wissel ist froh über diese Lösung.
Die Corona-Pandemie veränderte auch das kirchliche Leben immens: die Seelsorge vor Ort musste sich aufgrund vieler Einschränkungen umstellen. Aber tiefe Einschnitte nicht nur für den Pfarrer, auch für die Gläubigen. Blieben die Kirchen bis vor kurzem noch geschlossen und die Gottesdienste wurden im Live-Stream übertragen, so gibt es inzwischen wieder eine Lockerung. Mit begrenzter Besucherzahl sind nun das mitfeiern der Gottesdienste wieder möglich. Die Zahl der Sonntagsgottesdienste wurde verdoppelt, damit so viele Gläubige wie möglich den Gottesdienst mitfeiern können.
Für Risikopatienten wird auch weiterhin aus Illkofen der Sonntagsgottesdienst „gestreamt“. Dennoch bleiben die Weihwasserbecken bei den Kircheneingängen nach wie vor leer, denn zu viele Finger würden hier eintauchen. Beim Kreuzzeichen würde man mit den befeuchteten Fingern anschließend die Stirn und manche sogar die Lippen bekreuzigen. Dies wäre in Pandemiezeiten ein großes Gesundheitsrisiko. Selbst auf das Sammeln der Kollekten während der Gottesdienste wird verzichtet, um eine weitere Ansteckungsgefahr zu vermeiden. Doch dank einer innovativen Idee hält nun in der Barbinger Pfarrkirche die dem Heiligen Martin geweiht ist, ein mechanischer Weihwasserspender mit integriertem Opferstock aus Edelstahl Einzug. Pfarrer Stefan Wissel ist mächtig stolz und dankbar. „Die Gläubigen wollen ihr Weihwasser“, macht der Seelsorger der Pfarreiengemeinschaft Barbing-Sarching-Illkofen deutlich.
„Ein bekannter Unternehmer, den ich getraut habe und der bereits viele innovative Ideen in die Tat umsetzen konnte hat nun einen mechanischen Weihwasserspender konstruiert“, freut sich Pfarrer Stefan Wissel. Betätigt wird er per Fußdruck und wie bei einem kontaktlosen Desinfektionsspender komme oben das Weihwasser heraus. Gerade so viel, dass es zum bekreuzigen reicht. „Berührungslos und ohne Batterien erfüllt er nicht nur die hygienischen Kriterien, sondern auch ökologische“, konstatiert der Geistliche. Die Zeiten des formlosen Kreuzes ohne Weihwasser sind nun zumindest in Barbing vorbei. Der Edelstahlbehälter beherbergt jedoch nicht nur einen fünf-Liter-Behälter für Weihwasser, sondern oben integriert wurde auch ein Opferstock. Die Gläubigen können nun beim Betreten oder Verlassen der Kirche ihre Kollekte einwerfen.
Schwierige Zeiten lassen die Menschen nicht zusammenrücken, sondern lassen sie auch erfinderisch werden, freut sich der Geistliche, der sich ebenso auf die überraschten Gesichter seiner Gemeinde freut. ©Christine Kroschinski
{gallery}Weihwasserspender-20{/gallery}Aktuelles
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