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Friedensappell: Vorstand legte Kranz nieder

Sarching. Auch in Corona-Zeiten sollten die Toten von Krieg und Gewalt nicht vergessen werden. In Sarching gab es deshalb am Samstagabend ein Gedenken im sehr kleinen Kreis. Lediglich ein flackerndes Grablicht brannte, während Krieger-und Soldatenvereins-Vorsitzender Florian Bischoff und sein Vize Rene Lieske im Namen der Gemeinde, Pfarrei und Ortsvereine einen Kranz vor dem Ehrenmal niederlegten. Coronabedingt verzichtete man auf den sonst üblichen Rahmen zur Gedenkfeier, doch den beiden Vorsitzenden war es wichtig, mit der Kranzniederlegung ein Zeichen gegen das Vergessen zu setzen.

Mit einem Gedenkgottesdienst für alle Opfer der beiden Weltkriege gedachte man im Rahmen eines Gottesdienstes, den Pfarrer Stefan Wissel in der Sarchinger Pfarrkirche zelebrierte. Verzichtet wurde aber auf die Fahnenabordnungen und den Fackelzug, der sonst zur üblichen und besonders feierlichen Gestaltung der Gedenkfeier gehört. Stattdessen legten die beiden Vorsitzenden des Krieger- und Soldatenvereins, Florian Bischof und Rene Lieske, im Beisein von Pfarrer Stefan Wissel einen Kranz am Kriegerdenkmal nieder. „Dass in diesem Jahr die Vereinsabordnungen und Bürgerinnen und Bürger wegen der pandemischen Einschränkungen zum Volkstrauertag nicht zu einer offiziellen Veranstaltung in Sarching eingeladen werden könnten, bedauere ich natürlich sehr“, so Florian Bischoff, der aber betonte, dass der Schutz der Gesundheit klar im Vordergrund stehe.

Bischoff und Lieske sowie Pfarrer Stefan Wissel wählten dann diese würdige Form, individuell, aber auch in Sarching wollte man ein würdiges Zeichen setzen und damit die Erinnerung an die Opfer der furchtbaren Weltkriege lebendig zu halten: „In Zeiten wie diesen ist der Verzicht auf eine Zusammenkunft vielleicht gerade auch ein Signal, ein Stück weit Rücksicht aufeinander zu demonstrieren. „Freiheit und Frieden sind eben keine Selbstverständlichkeit, sondern eine Aufgabe, der man sich immer wieder bewusst stellen muss“, so Florian Bischoff. Noch im Lauf der Woche stehen die Sammelbüchsen auf, für die Kriegsgräberfürsorge. Bericht C. Kroschinski/Foto Verein