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Sternsingeraktion 2021 – Alternativprogramm am Start – Statt Hausbesuch „Segen to go“

Barbing/Sarching/Illkofen. Für die Pfarreiengemeinschaft Barbing-Sarching-Illkofen beginnt das neue Jahr – coronabedingt – ganz ungewohnt. In diesem Jahr wird man die Ministranten, die in Sternsingergewänder von Tür zu Tür gehen, ein Gedicht aufsagen und den Segen mit Weihrauch spenden und sich anschließend über Spenden und Süßigkeiten freuen, vermissen. Dafür darf man sich in diesem Jahr den Segen an der Segenstür selbst abholen, sozusagen Segen „pick up to go“, wie man es wohl „Denglisch“ ausdrücken würde.

Königlich gekleidet lassen sich Jahr für Jahr die Sternsinger (Ministranten) der Pfarreiengemeinschaft Barbing-Sarching-Illkofen feierlich aussenden, um mit dem Stern voran die frohe Botschaft und den Segen des neugeborenen Gottessohnes in die Häuser von Barbing und Irl sowie Sarching, Friesheim, Illkofen, Auburg, Altach und Eltheim zu tragen und um für bedürftige Altersgenossen in den unterentwickelten Regionen der Welt zu sammeln. Die Ministranten wurden stets auf diese ehrenvolle Aufgabe vorbereitet.

Pfarrer Stefan Wissel, die Pfarrvikare Gerhard Schedl und Reginald Uzoho sowie auch Gemeindereferentin Susanne Hermann und Pastoralassistent Tobias Henrich hatten sich schon so gefreut, dass sich von allen Ministranten in der Pfarreiengemeinschaft 73 gemeldet hatten, um als wunderbare Botschafter und Friedensbringer unterwegs zu sein und als festlich gekleidete Heilige Drei Könige mit dem Kreidezeichen „C+M+B 2021“ den Segen „Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus“ zu den Menschen zu bringen. Die 30 Illkofener, 20 Sarchinger und 23 Barbinger Sternsinger hatten sich im Vorfeld gut vorbereitet: Sammelkescher wurden gebastelt, Hygienekonzepte geschrieben und sich viele Gedanken gemacht. Doch aufgrund des Lockdowns darf es keine Sammelaktion von Haus zu Haus geben. Somit musste ein Alternativprogramm an den Start.

Statt den Segen und den Weihrauchduft in die Häuser zu bringen, können sich die Gläubigen nun an einer aufgestellten Tür vor den jeweiligen Pfarrkirchen in Barbing, Sarching und Illkofen den Segen und Weihrauch nach den Gottesdiensten abholen. Mit einem schriftlichen Gruß gibt es zudem Informationen über die Sternsingeraktion und den Segensaufkleber. Selbst der Weihrauch ist in kleine Tütchen verpackt und es gibt Ausmalbilder für die kleinen Gemeindemitglieder. „Bitte unterstützen sie die Sternsingeraktion, gerade auch in diesem Jahr und öffnen sie die Tür ihres Herzens für die Menschen in Not“, ruft Pfarrer Stefan Wissel auf. „Der Leitgedanke der Sternsingeraktion – Sternsingen – aber sicher, kann so gewährleistet werden“, betont Gemeindereferentin Susanne Hermann.

Die Kinder weltweit, besonders im diesjährigen Beispielland  Ukraine der 63. Aktion Dreikönigssingen, brauchen Unterstützung und freuen sich über das Engagement der großen und kleinen Sternsinger und von allen Spenderinnen und Spendern. Jede Gabe zählt. Überweisungsträger und Spendentüten liegen auch in den Kirchen bereit, erläutert Hermann. „Segen bringen, Segen sein. Kindern Halt geben – in der Ukraine und weltweit“ heißt  dazu das diesjährige Leitwort der Aktion. Nach den Gottesdiensten am Samstag und Sonntag   standen die Sternsinger der Pfarreiengemeinschaft an den Pfarrkirchen in Barbing, Sarching und Illkofen in festlichen Sternsingergewändern an der Segenstür bereit. Zudem auch am gestrigen Dienstag in Illkofen.

Heute, am Dreikönigstag (6.1.) kann man die Sternsinger nach den Gottesdiensten (Beginn der Messen: 9 Uhr Illkofen, 9 Uhr, Barbing und 10.30 Uhr, Sarching) sowie am Freitag, nach dem 18 Uhr Gottesdienst in Irl erneut antreffen, wenn diese mit Sammelkescher, Segensaufkleber und Weihrauch zur Verteilung des Segens bereit stehen. Wer den Sternsingern etwas (verschlossene Süßigkeiten) mitbringen möchte kann dies natürlich auch gerne tun. Beim Abholen des Segens, dürfen natürlich auch Segensaufkleber und Weihrauch für Familien und Nachbarn mitgenommen werden, die nicht zur Segenstür kommen können oder denen es einfach nicht möglich ist zu kommen. „So werden viele zum Segensträger“, so Susanne Hermann. ©Christine Kroschinski