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Weihrauch aus dem Oman für die Pfarrei Barbing – Michael Kuhn auf Heimatbesuch

Barbing. Weihrauch, das reichten die Heiligen Drei Könige neben Myrrhe und Gold dem Jesuskind. Das „Morgenland“, aus dem die Weisen kamen, war ziemlich unkonkret. Heute ist die Herkunft bekannt. Im Süden des Omans liegt die Wiege des Weihrauchs. Michael Kuhn, Hotelmanager im Oman und alljährlich an Weihnachten auf Heimatbesuch, überreichte Pfarrer Stefan Wissel das „Weiße Gold“ als besonderes Geschenk.

Im Süden des Omans liegt die Wiege des Weihrauchs. Schon 2000 Jahre vor der Geburt Christi brachten Kamelkarawanen das „weiße Gold“ aus der südarabischen Region Dhofar über die legendäre Weihrauchstraße. Über Jemen und Saudi-Arabien führte die Handelsroute entlang des Roten Meeres vorbei an Mekka hinauf ins jordanische Petra, nach Damaskus, ins Heilige Land und ins ägyptische Alexandria. Heute kommen die meisten Touristen wegen der Strände nach Oman. Hier locken eine lange Küste am Indischen Ozean und am Golf von Oman sowie eine kurze Küste am Persischen Golf. Der Barbinger Michael Kuhn lebt mit seiner Familie auf der arabischen Halbinsel und ist dort als Hotelmanager tätig. Doch jedes Jahr zu Weihnachten kehrt er heim zur Barbinger Familie.

Vater Dieter Kuhn, ehemaliger Militärattachè in Syrien und Ägypten und in Barbing wohnhaft ist in der Großgemeinde wohlbekannt und sehr aktiv, nicht nur bei der Krieger- und Reservistenkameradschaft Barbing, sondern er hat sich auch einiger Flüchtlinge aus den arabischen Ländern angenommen. Die Freude dass Sohn Michael zur Weihnachtszeit nach Hause kommt, war selbstverständlich groß. Bei einem Heimatbesuch in Barbig darf natürlich ein Geschenk aus der Ferne nicht fehlen und bei dieser Gelegenheit dachte die Familie Kuhn auch an die Kirche in Barbing. Der Weihrauch ist im Oman ein täglicher Gebrauchsgegenstand. Vor langen Reisen zum Beispiel benutzt man den Weihrauch, um sich darauf vorzubereiten oder für eine reibungslose Reise zu bedanken.

In der Kirche wird der Weihrauch unter anderem als reinigendes und verehrendes Symbol verwendet. Je heller das Harz, desto reiner und damit wertvoller ist der Weihrauch. Im neuen Testament heißt es im Matthäusevangelium über die Ankunft der Heiligen Drei Könige in Bethlehem: „Und sie sahen das Kindlein, warfen sich nieder, huldigten ihm, taten ihre Schätze auf und brachten ihm Gold und Weihrauch und Myrrhe.“ Seitdem gehört der Duft von Weihrauch auch zur Adventszeit und Weihnachten.

So fachsimpelten Michael Kuhn und Pfarrer Stefan Wissel bei der Übergabe die Vizebürgermeister Dominik Schindlbeck eingefädelt hatte, der als Nachbar der Familie Kuhn auch einen guten Kontakt zu Pfarrer Wissel hat. Auch Pfarrer Wissel bedankte sich für das besondere Geschenk mit einer Kleinigkeit der Pfarrei Barbing. Und so war der Austausch perfekt. Man kann nun den Duft des Weihrauchs aus dem Oman in der Kirche in Barbing riechen und die Pfarrei Barbing ist im Oman präsent. ©Christine Kroschinski