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Der Gottesdienst steht auf dem Spiel - Schatzsuche der besonderen Art

Illkofen. Während des Gottesdienstes fehlt plötzlich der goldene Kelch. War es die Mesnerin, die Ministranten oder doch einer der Gottesdienstbesucher oder ist alles nur ein Scherz? Nur mit findiger Rätsellösung im Team  lässt sich der Gottesdienst fortsetzen.

Es war ein Gottesdienst, ganz nach dem Geschmack nicht nur der jugendlichen Gläubigen, sondern auch der älteren Semester. Zelebriert von Pfarrer Stefan Wissel und hervorragend musikalisch umrahmt von Julia Brüll und ihrem Jugendchor aus Barbing sowie Thomas Klatt aus Barbing und Daniel Burkert  aus Sarching. Swingend und peppige sowie rockige Musik gaben dem Jugendgottesdienst unter dem Motto „Schatz des Lebens“ ein besonderes Ambiente. Schon das Eingangslied „Denn wo dein Schatz ist, wird auch dein Herz sein“, war besonders prägend. Pastoralassistent Tobias Henrich schloss sich mit einem kurzen Gedankenimpuls an, denn für jeden könne der „Schatz“ etwas anderes sein, ein Mensch, besondere Gegenstände die Erinnerungen wecken oder auch etwas materielles. Als Pfarrer Stefan Wissel den Gottesdienst fortsetzen möchte, fehlt plötzlich der goldene Kelch auf dem Altar und unvermittelt sind die anwesenden Gottesdienstbesucher und hier vor allem die Jugendlichen eingebunden in die Suche nach dem sakralen und wertvollen Gegenstand.

War’s die Mesnerin, die Ministranten oder gar ein Gottesdienstbesucher oder war alles nur ein Scherz? Mitnichten - ohne des Rätsels Lösung und ohne den Kelch konnte Pfarrer Stefan Wissel seinen Gottesdienst nicht fortsetzen. Ein Brief an den Pfarrer offenbarte, der Gegenstand sei noch in der Kirche. Und so wurde die Illkofener Pfarrkirche zum Escape-Room und alle waren eingebunden in das Escape-Game, einer Art Rätselschatzsuche, ähnlich einer Schnitzeljagd. Die jugendlichen Gottesdienstbesucher, eingeteilt in vier Gruppen (die Bänke wurden vorher farblich markiert) mussten jede Menge Rätsel lösen, um wieder an den nächsten Hinweis zu gelangen. Nicht nur das Taufbecken, auch die Sitzbänke, der alte Opferstock, die Empore oder der Beichtstuhl, jeder Gegenstand musste gründlich untersucht werden.

Und selbst Pfarrer Wissel musste auf die Kanzel steigen, um ein weiteres Indiz und vielleicht den wichtigsten Hinweis zur Lösung und Auffindung des Kelchs zu finden. Im gesamten Gotteshaus waren geheimnisvolle Botschaften versteckt, die zur Lösung beitrugen, wenn man sich richtig kombinierte. Ohne Teamarbeit und die ganze Pfarrgemeinde ging dabei nichts. Und richtig spannend wurde das Spiel auch zu einer echten Teamherausforderung, doch letztlich wurde der Schatz gefunden und Pfarrer Wissel konnte den Gottesdienst fortsetzen und am Ende den Blasiussegen spenden. Die Organisatoren, allen voran Pastoralassistent Tobias Henrich und Gemeindereferentin Susanne Hermann sowie Pfarrgemeinderätin Christiane Stierstorfer bekamen für die tolle Idee und Umsetzung großes Lob. Vielleicht geht ja beim nächsten Gottesdienst sogar das Licht aus und keiner darf mehr den Raum verlassen…. ©Christine Kroschinski