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Weihbischof Reinhard Pappenberger spendet 68 jungen Christen der Pfarreiengemeinschaft Barbing-Sarching-Illkofen das Sakrament der Firmung

Barbing. Unter dem Motto „Ich bin der – ich bin da“ spendete Weihbischof Reinhard Pappenberger am Montagvormittag, dem 10. Mai 68 jungen Christen aus der Pfarreiengemeinschaft Barbing-Sarching-Illkofen  in der Pfarrkirche St. Martin von Barbing das Sakrament der Firmung. Pandemiebedingt feierte man zwei Festgottesdienste. Einmal mit den 36 Firmlingen der sechsten und anschließend mit den 32 Firmlingen der siebten Klasse, die jeweils nur von ihren Firmpaten begleitet wurden. Die Familienangehörigen konnten sich die feierlichen Gottesdienste im Livestream zuhause ansehen. Musikalisch umrahmt wurden die feierlichen Messen von einem neunköpfigen Ensemble des Kirchenchors Barbing unter Leitung von Evi Wittmann und Organist Thomas Spreiter.

Angeführt von den Ministranten zogen die Geistlichen Herren Pfarrvikar Gerhard Schedl, Pfarrvikar Reginald Uzoho, Pfarrer Stefan Wissel und Weihbischof Reinhard Pappenberger in die festlich geschmückte Pfarrkirche ein. Pfarrer Stefan Wissel hieß den Firmspender Weihbischof Pappenberger und nicht zuletzt die Firmlinge mit ihren Paten vor Beginn des feierlichen Gottesdienstes auf’s herzlichste Willkommen.

Es sei ihm eine große Ehre und Freude, Weihbischof Pappenbarger als Firmspender in Barbing willkommen zu heißen und dankte im Rahmen der Begrüßung auch Gemeindeferentin Susanne Hermann für die hervorragende Vorbereitung der Firmlinge auf ihren großen Tag. Stellvertretend für die Firmlinge begrüßte in jedem der beiden Gottesdienste ein Firmling den Firmspender und erinnerte an die vielen Aktionen und Projekte, darunter auch ein Wochenendausflug nach Windberg, mit denen sich die Firmlinge unter Leitung von Gemeindereferentin Susanne Hermann  auf den großen Tag intensiv vorbereitet haben.

Die zweijährige Vorbereitung auf das Sakrament der Firmung war jedoch der Pandemie und dem damit verbundenen Lockdown geschuldet. Viele Aktionen und Projekte konnten glücklicherweise vor dem Lockdown abgeschlossen werden, währenddessen blieb man „virtuell“ in Kontakt, erzählte Gemeindereferentin Susanne Hermann im Gespräch. „Ich bin der – ich bin da“, dieses Motto hatten sich die 36 Firmlinge der sechsten und die 32 Firmlinge  der siebten Klasse ausgesucht. Weihbischof Reinhard Pappenberger freute sich in Barbing sein zu dürfen und wünschte, dass der Segen Gottes alle ein Leben lang begleiten möge.

In den Mittelpunkt seiner Predigt stellte der Firmspender heraus, dass die Firmlinge selbst ein beständiges Zeichen dafür seien, dass seit der Taufe viel geschehen sei. Eltern und Taufpaten hätten damals viele wichtige und entscheidende Aufgaben im Namen des Täuflings übernehmen müssen, heute seien sie zu jungen Christen herangewachsen. „Ihr könnt eure Schritte selbst machen und für den Firmpaten sei der Dienst heute eher einfacher als der des Taufpaten. Heute genügt ein freundliches und wohlwollendes Begleiten“, so der Firmspender in aufmunternden Worten an die Firmlinge und ihre Paten. Weil das, worum es ging, unerschütterlich ist, verlor Weihbischof Reinhard Pappenberger als Firmspender auch kaum ein Wort über Abstände, das Maskentragen oder auch die Tatsache, dass er seine Hände bei der Firmspendung nur über den Köpfen der Firmlinge schweben lassen und nicht, wie eigentlich üblich, auflegen durfte.

Auch, dass er das Chrisamöl wegen der besonderen Umstände mit dem Wattestäbchen auf die Stirn der Firmlinge auftrug und ein kleines Kreuz zeichnete, machte er in den Firmgottesdiensten nicht zum Thema. Denn der Segensspruch "Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist", die Aussendung der Firmlinge als starke Christen, die Zeugnis geben sollen vom Glauben, die blieb gleich. Trotz Corona, oder vielleicht sogar gerade damit, denn ob der besonderen Situation erlauben die Predigtgedanken des Weihbischofs schon eine besondere Auslegung: "Ich bin immer da" habe Jesus versprochen, besonders in dieser Form der Sakramentsspendung werde das deutlich - oder eben in Zeiten, die von Unsicherheit und auch Sorge geprägt sind.

Der Firmpate verdeutliche dies während der Firmspendung  mit der Hand auf der Schulter, dem vertrauensvollen  Zeichen: „ich bin für dich da, ein Leben lang“. Nach der Erneuerung des Taufversprechens der Firmlinge traten die Firmlinge mit ihren Paten der Reihe nach und mit ausreichend Abstand nach vorn und Weihbischof Reinhard Pappenberger spendete ihnen das heilige Sakramtent. Dem Dank der Firmlinge in Form eines  großen Lebkuchen  mit dem Firmmotto „Ich bin der – ich bin da“ wurde dem Firmspender am Ende des zweiten Gottesdienstes überbracht. Bei jedem Gottesdienst folgte der Segen und das abschließende „Großer Gott, wir loben dich“.

Der feierliche Gottesdienst wurde von einem neunköpfigen Ensemble des Kirchenchors Barbing unter Leitung von Evi Wittmann musikalisch umrahmt. Auf der Orgel spielte Thomas Sprieter. Pfarrer Stefan Wissel dankte abschließend noch einmal allen Mitwirkenden sowie Thomas Schachtner und seinem Team für den Livestream, damit auch die zuhausegebliebenen den Gottesdienst mitfeiern konnten, dem Mesner Martin Kellnhauser und vor allem Gemeindereferentin Susanne Hermann, für die hervorragende Firmvorbereitung. ©Christine Kroschinski