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Emotionaler Abschied von Gemeindereferentin Susanne Hermann – Servus, mach’s guad - „Susanne wir werden dich vermissen“

Sarching. (ck) So wie Regen und Sonnenschein am Sonntag , dem 25. Juli, stetig wechselten, so wechselten auch unterhaltsame und sehr emotionale Momente bei der Verabschiedung der beliebten Gemeindereferentin Susanne Hermann.  Hermann wird ein Sabbatjahr einlegen und danach in einer anderen Pfarrei eingesetzt.  Die Pfarrei bereitete ihr einen herzlichen Abschied und sagte „Pfiat di und Vergelt’s Gott. Wir werden dich vermissen“.

Viel Wehmut und jede Menge Emotionen gab es am Sontag beim Abschiedsgottesdienst von Gemeindereferentin Susanne Hermann, den Pfarrer Stefan Wissel sowie Pfarrvikar Reginald Uzoho zelebrierten und den der Kirchenchor Sarching musikalisch umrahmte. Für Hermann selbst ein Wechselbad der Gefühle, denn wie sie verriet sei sie bereits morgens um drei Uhr aufgewacht und konnte nicht mehr schlafen. Sie ahnte wohl schon, dass es ein Abschied mit Freude und Wehmut werden wird. Achteinhalb Jahre wirkte die Gemeindereferentin in der Seelsorgeeinheit Barbing-Sarching-Illkofen. Erst unter Pfarrer Dr. Werner Konrad, dann unter Pfarrer Karl-Dieter Schmidt und bis jetzt unter Pfarrer Stefan Wissel.

Nun galt es Abschied zu nehmen. Susanne Hermann gönnt sich ab 1. September ein Sabbatjahr und wird sich viel Zeit nehmen, Zeit für die Familie, ihre bald drei Nichten und Neffen, aber auch Zeit für Reisen. Wenn man ihr auch von Herzen diese Auszeit gönnt, so wurde am deutlich, dass es auch ein Abschied aus ihrer Wirkungsstätte wird. Denn nach diesem Jahr wird Susanne Hermann in einer anderen Pfarrei eingesetzt. Zahlreiche Angehörige der Pfarreiengemeinschaft wollten es sich nicht nehmen lassen, ihr persönlich alles Liebe und Gute für ihren weiteren Weg zu wünschen und ihr für ihr Engagement und ihre Herzlichkeit zu danken. Geradezu wie eine Festmutter wurde Susanne Hermann mit einer Kutsche und Blasmusik abgeholt.

Die Kutsche zogen keine geringeren als Pfarrer Stefan Wissel und Bürgermeister Hans Thiel sowie Pfarrvikar Reginald Uzoho und wurde vom Pfarrgemeinderat begleitet. In der Geserhalle hatten sich bereits zahlreiche Gläubige eingefunden, als Pfarrer Stefan Wissel den Festgottesdienst zelebrierte. „In Festfarben, auch wenn es kein freudiger Anlass sei“, wie der Geistliche betonte. Hermann habe viele Spuren in den Herzen der Menschen hinterlassen. Er selbst habe den Abschied erst wirklich realisiert, als Susanne Hermann den Schlüssel abgegeben habe. „Du hast den Menschen stets gezeigt, dass sie dir etwas bedeuten, hast vor Ideen gesprüht und Begeisterung entfacht“, machte Pfarrer Stefan Wissel deutlich. Susanne Hermanns Beliebtheit und die ihr entgegengebrachte Wertschätzung verdeutlichten sowohl die Grußworte der Pfarrgemeinderatssprecher aus mit Elisabeth Regensburger und Claudia Hendlmeier sowie Hildegard Gürster.

Dabei wurde deutlich, dass Hermann ein besonderer Glücksfall für die Pfarreiengemeinschaft gewesen sei und man sich nur schwer vorstellen könne, dass die Gemeindereferentin nun neue Wege gehe. Man lasse sie ungern und schweren Herzens ziehen und sagte „Vergelt’s Gott“, als man ihr 150 Blätter in gebundener Form überreichte mit Wünschen, Erinnerungen, die von kirchlichen Organisationen und Pfarrangehörigen gestaltet wurden. Bürgermeister Hans Thiel meinte, dass wenn auch die Wehmut und der Abschiedsschmerz siege, man es von der positiven Seite sehen müsse und  man dankbar sein könne, dass Hermann achteinhalb Jahre lang als Gemeindereferentin im Auftrag Gottes gewirkt habe. In seinen Überlegungen flocht er gemeinsame und prägende Erinnerungen und Momente ein.

Auch die Ministranten ließen es sich nicht nehmen ihrer Susanne Pfiat Gott und danke für die gemeinsame Zeit zu sagen. Das Wort führte hier Benjamin Thierbach und er machte deutlich: „Keiner kann die Lücke schließen. Wir werden dich vermissen“. In Richtung Pastoralassistent Tobias Henrich, Hermanns Nachfolger, meinte er versöhnlich: „Du machst deine Arbeit schon sehr gut“. Zusammen mit Tobias Henrich sagten auch die Oberministranten Servus und ließen hierzu ein Körbchen mit 11 Gutscheinen durch alle Anwesenden kreisen. Der Gutschein musste von den jeweiligen erfüllt werden, bei dem das Körbchen in der Musikpause gelandet war. Darunter Aufgaben wie Duftkerzen, Eisessen, Kinobesuch oder auch Strandbesuch.

Den  12. Gutschein hatte die Gemeindereferentin selbst zu erfüllen, nämlich ein Grillfest für die Oberminis. Nicht wie sonst an diesem Tag rief Susanne Hermann „Ihr Lieben, ich danke euch, sondern das mache ich gerne“. Das bunte Verabschiedungsprogramm mit vielen Überraschungen für Hermann ergänzten stimmungsvoll der Pfarrgemeinderat mit tänzerischer Einlage, die Kinder der Theatergruppe Sarching mit ihrer „Sabbatica Airlines“, der Kinder- und Jugend sowie Frauenchor Happy Voices jeweils unter Leitung von Julia Brüll und nicht zuletzt der Kirchenchor Barbing unter Leitung von Evi Wittmann. Abschließend bestand für alle Pfarrangehörigen noch einmal die Möglichkeit, sich von ihr persönlich zu verabschieden.