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Lebendiger Adventskalender: Hoher Besuch in der Kirche - falsch abgebogen

Barbing. Am Sonntag, dem Vortag des Nikolaustages, war hoher Besuch in der Barbinger Pfarrkirche: die drei Weisen aus dem Morgenland, zwar etwas zu früh, aber das hatte einen Grund, waren die drei doch falsch abgebogen. Der „lebendige Adventskalender“  ist in der Pfarreiengemeinschaft Barbing-Sarching-Illkofen zu einer lieb gewordenen Tradition geworden, um die Zeit auf Weihnachten zu verkürzen und ein wenig innezuhalten oder zu schmunzeln. Doch wie schon im vergangenen Jahr, ist der lebendige Adventskalender auch in diesem Jahr nur kontaktlos möglich, statt sich gemeinsam zur bestimmten Zeit zu treffen bei Geschichten, Liedern und gemütlichem Beisammensein, werden Fenster gestaltet und geschmückt, die bei einem abendlichen Spaziergang bestaunt werden können.

Für das Fenster in Barbing zeigte sich am Sonntag Pfarrer Stefan Wissel verantwortlich, doch schon im Familiengottesdienst am Sonntagmorgen gab es eine große Überraschung. Hierhin hatten sich die drei Heiligen Könige, Kaspar, Melchior und Balthasar in die Barbinger Pfarrkirche verirrt. Irgendwo zwischen Babylon, Assur und Jericho waren die drei auf dem Weg nach Bethlehem falsch abgebogen. Schuld waren wohl Kaspar (Pfarrer Stefan Wissel) und Baltasar (Bürgermeister Hans Thiel), die am Abend zuvor in geselliger Runde hängen geblieben waren.

Gut dass Melchior (Pfarrvikar Reginald Uzoho), der Besonnene, alles im Griff hatte und sie wieder auf den richtigen Weg brachte. Und wie man aus der Geschichte weiß, sind drei noch rechtzeitig nach Bethlehem gekommen, um dem Kind die Geschenke Gold, Weihrauch und Myrrhe zu schenken. Besonders zum Schmunzeln in der Darbietung war natürlich, dass Kaspar und Balthasar auch noch in schönster bayerische Mundart sprachen.   Für die etwas andere Geschichte der drei Könige  gab es natürlich großartigen Applaus für Pfarrer, Pfarrvikar und Bürgermeister. Die Kirchenbesucher waren begeistert. Bericht C. Kroschinski/Bild M. Thiel